Was ist eigentlich dieses Onkomm?

– Also du studierst Twitter, Facebook und Instagram oder was?!

 

Den Studiengang Onlinekommunikation der Hochschule Darmstadt gibt es nun seit 4 Jahren. Wir alle haben tagtäglich mit unseren Smartphones und den vielen verschiedenen Apps, die der Appstore zu bieten hat, und dem Internet im Allgemeinen zutun – aber wenn das Wort Onlinekommunikation fällt, wissen die Menschen, die sich nicht für ‚irgendwas mit Medien‘ entschieden haben, häufig nichts damit anzufangen.

 

Die Reaktionen selbst sind, naja, meistens sehr ähnlich.

  • Du studierst was?!
  • Alina, ich habe vergessen wie das heißt was du machst, Medien…?
  • Und ein betrunkener Ersti, der das ganze bei der Campusrallye gut zusammengefasst hat: ‚Was macht ihr eigentlich den ganzen Tag? Keiner weiß was ihr macht! ‘

Was wir tatsächlich den ganzen Tag so machen, ist gar nicht mal so einfach zu erklären, denn Onlinekommunikation ist ein vielseitiges Fach.

pexels soziale medien

Zunächst gehört ‚Onkomm‘ dem Fachbereich Media der h_da an, denn die Onlinekommunikation ist ein Teil der Medien, genauer beschäftigen wir uns mit den digitalen Medien. Durch die Digitalisierung ist das Internet schon lange Teil unseres Lebens in allen möglichen Lebensbereichen – und es werden nicht weniger, eher im Gegenteil. Genauso wie digitale Medien uns alle im Alltag begleiten, gibt es auch viele Facetten in der Onlinekommunikation mit denen wir uns im Studium befassen.

  • Marketing, PR & Corporate Learning sind die möglichen Schwerpunkte. Zunächst lernen wir von allem die Grundlagen, später können wir verschiedene vertiefende Module nach Belieben und eigenem Interesse kombinieren. Es gibt viele Überschneidungen und spannende Anwendungsbereiche in allen drei Feldern – und durch die vielen Praxisprojekte lernen wir diese auch direkt kennen. 
  • Informatik: Es ist zwar manchmal hart, aber es muss sein. Wer sich mit der Onlinewelt auskennen will, muss auch mit den technischen Aspekten etwas anfangen und mit Bits, Bytes und was sonst noch alles so ansteht umgehen können. 
  • Kommunikation: In dem Namen steckt es schon drin – auch kommunikationswissenschaftliche Grundlagen sind wichtig, um später in der Branche, die von Kommunikation lebt, agieren und den Markt verstehen zu können. 
  • Journalismus: Ja, auch Schreiben, Content (=Inhalte) erstellen und ganz viel Bloggen sind Teil der Onlinekommunikation – der Beruf des klassischen Journalisten ist tatsächlich immer mehr am Aussterben und immer mehr Stellen werden abgebaut. Stattdessen fließen viele Bereiche mehr und mehr ineinander über, sodass neue Qualifikationen gefragt sind, die uns unser Studium von Anfang an näher bringt. Hier sind einige davon aufgelistet.

Die Medienbranche ist eine sehr lebendige, dynamische Branche, die sich konstant verändert und ihre Arbeitgeber herausfordert. Bei so vielen verschiedene, teils ganz neuen Berufen und Möglichkeiten werden also auch Fachkräfte gesucht, die sich mit der Materie gut auskennen, und diese Fachkräfte sollen wir sein!

 

Und was genau ist jetzt mit Facebook und Co?

pexels_social media 1

Social Media ist in der Tat irgendwie ein Teil all der oben genannten Bereiche. Social Media verbindet Marketing mit PR, Kreativität und journalistisches Schreiben mit Zahlen und Analytiktools. Diese helfen dabei, eine Community zu bilden und zu managen sowie ein Produkt zu vermarkten und Unternehmen auch online in einem guten Licht da stehen zu lassen.

 

Welche Rolle spielen soziale Medien in unserem Studium?

Social Media ist also alles in allem ein unglaublich wichtiger Aspekt der Onlinekommunikation und der modernen, digitalen Marketing und Public Relation Welt.

Wir als digital natives nutzen sie ohnehin dauerhaft und viele (manchmal vielleicht zu viele) Stunden täglich. Es gibt eine Vielzahl an Studien, die das belegen und den Umgang aller Generationen mit dem Netz erforschen.

Als Nutzer sollen wir im Studium lernen, wie Unternehmen damit umgehen – also wie sie Konzepte entwickeln und ihrer Zielgruppe versuchen gerecht zu werden.

Und wie soll man das jungen (oder auch älteren) Studenten besser beibringen, als sie zur aktiven Nutzung zu animieren, und ein ganzes Modul daraus zu machen? In Onkomm nennt sich das dann Web Literacy Lab.

In #wll, wie wir Social Media Junkies und zukünftige Marketing Manager sozialer Medien es nennen, geht es um das grundlegende Verständnis der so genannten ‚Web Literacy‘, also der Kenntnis sozialer Medien und des Internets.

Das erste Semester besteht zu 60% aus Praxisprojekten zu sozialen Medien und zu 40% aus Gruppenarbeiten, in  denen wir in Kleingruppen zusammen Barcamps planen und durchführen. Twitter, Facebook und Instagram gehören also definitiv auch zu unserem Studium dazu – aber, wie Ihr jetzt wisst, nicht ausschließlich.

 

Wie genau nutzten wir soziale Medien als Onkomm Studenten?!

Als Onkomm Studenten ist es Pflicht für uns, dass wir uns 5 Profile auf sozialen Medien anschaffen. Bei Twitter, Facebook und Instagram ist es verpflichtend einen Account zu erstellen, zwei weitere Plattformen stehen uns frei. Die meisten haben sich hier für Snapchat, Xing, LinkedIn oder auch Tumblr entschieden. Aber warum so viele? Braucht man wirklich 5 Accounts oder reicht es nicht, ein Profil auf Facebook zu haben und dort hin und wieder mal auszuchecken, was  unsere ‚Freunde‘ dort so treiben, wer schwanger ist, heiratet oder sich über Politik aufregt?

  • Facebook ist das fünftwertvollste Unternehmen auf der Welt und hat in den vergangenen Jahren Instagram, Oculus und WhatsApp gekauft. 38,6 Prozent der Onlinebevölkerung nutzen Facebook, täglich sind das über 1 Milliarde Nutzer. Onkomm intern nutzen wir eine Facebook Gruppe, zusätzlich gibt es Gruppen des Mediencampus Dieburg und der Hochschule Darmstadt generell. Offensichtlich kann man hier also schnell die Mehrheit der Leute erreichen.

 

  • Twitter ist ein Kurznachrichtendienst, von dem einige Onkomms der vierten Generation bisher allerdings noch nicht so überzeugt scheinen. Bis vor kurzer Zeit standen jedem Nutzer 140 Zeichen pro Tweet zur Verfügung, versuchsweise gab es dann für eine kleine Anzahl von Usern 280 Zeichen. Seit dem 07. November hat jeder die doppelte Anzahl an Zeichen zur Wahl. Unter Twitter Usern ist die Änderung hin zu 280 Zeichen etwas umstritten.

 

tw1
Quelle: https://twitter.com/Klinikchef/status/913676069714219008 – Twitter hat die Anzahl der Zeichen für einige User auf 280 verdoppelt.

 

44% aller neu erstellten Twitter Accounts werden übrigens gar nicht verwendet, die Menschen erstellen sich ein Profil, ohne je einen Tweet zu versenden. 550 Millionen User sind aktiv auf Twitter – wie man sieht, können sich wesentlich weniger Internetuser mit Twitter anfreunden und bevorzugen Portale wie Facebook.

Dennoch hat sich hier im Laufe der Jahre eine #onkomm Community herausgebildet. Man wird zu #onkomm Listen hinzugefügt, kann Kontakt zu Studenten höherer Semester haben und die Onlinewelt fleißig an unseren Erlebnissen im Studium mit #onkomm teilhaben lassen. Bei den Barcamps #okbc17 und den Sessions (zum Beispiel der #slacksession) und auch in einzelnen Modulen wie #wll werden ebenfalls Hashtags genutzt.

 

  • Instagram hingegen basiert eher auf Bildern und Audiovisualität. Weltweit gibt es 800 Millionen aktive Instagram Nutzer, 500 Millionen dieser nutzen die kostenlose App täglich. Eine Statistik erforschte, dass die unter 15 jährigen Nutzer 32 Minuten pro Tag auf Instagram verbringen. Weitere Statistiken und Fakten zur schnellen Entwicklung finden sich hier – es ist wirklich beachtlich, wie sich die App in den vergangenen Jahren entwickelt hat! Auch hier findet man unter Hashtags wie #onkomm viele Posts von der Onkomm Community, die aus Vorlesungen, beim Lernen oder beim Vorbereiten einer Session für das #okbc17 gesendet wurden.

 

 

  • Bei dem Instant Messenger Snapchat kann man anderen Nutzern lediglich kurze Bilder und Clips schicken, die man einmal anschauen kann und nach 24 Stunden gelöscht werden. Vermehrt entdecken große Nachrichtendienste den Messenger und teilen so ihre News mit einem Hyperlink zur eigenen Website.

 

  • Tumblr ist eine Website, auf der man eigene Blogs erstellen kann. Es gibt Blogs zu allen möglichen Themen und Kategorien, viele Fandoms haben hier ihren Platz im Internet gefunden. Tumblr ist eine Community in sich, der Großteil der Nutzer ist zwischen 13 und 22 Jahre alt.

 

Hier kommen also wieder die unterschiedlichen Kommunikationskanäle, von denen wir in unserem Studium bereits einiges gehört haben, ins Spiel. Jede Website hat ihre eigene Zielgruppe und ihre eigene Community, wodurch sie ganz unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Aus diesem Grund eignet sich jedes Netzwerk für einen anderen Anlass – ihr würdet ja auch nicht unbedingt Bewerbungen per Facebook oder einen Blog über eure Lieblingsband und ihre Musik auf twitter, wo man nur eine begrenzte Anzahl an Zeichen zur Verfügung hat, online stellen, oder?!

 

Die Sache mit dem NC…

Als ich persönlich als Freak für die Medienbranche dann auf den Studiengang Onlinekommunikation aufmerksam wurde, war ich wirklich geflasht. Wer sich ein bisschen mit der Medienbranche befasst hat weiß, dass dieser Studiengang einen super gut auf die Zukunft der Branche vorbereitet, denn die Digitalisierung greift massiv in die Berufswelt ein und stellt die Branche in einer unglaublich schnellen Art und Weise in nur recht kurzer Zeit auf den Kopf.

Als ich dann a) den NC, b) die geforderte Anzahl an Wartesemestern (und dann auch c), meinen Ablehnungsbescheid fürs Wintersemester 2016/2017) sah, entschloss ich mich ein Jahr auf den Studienplatz zu warten und die Zeit sinnvoll zu nutzen. (Sidenote: Das war es total wert und ich habe unglaublich viel erlebt und gelernt!)

Schließlich suchte ich mir dennoch Alternativen für meinen Traumstudiengang Onlinekommunikation – denn trotzdem blieb die Sache mit dem NC…

Eine dieser Alternativen war in Thüringen. Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaften, wofür ich sogar angenommen wurde. Ich habe diese Geschichte schon so unglaublich oft allen möglichen Menschen, die es (nicht?) hören wollten erzählt, aber an einem Samstagnachmittag Mitte August habe ich gegen 15 Uhr gerade genau in dem Moment schweren Herzens auf ‚annehmen‘ bei Hochschulstart gedrückt …. Da kam der Postbote und brachte mir 10 Minuten später die Zusage für Onlinekommunikation! Ich bin in dieses Onkomm also wirklich reingekommen und meine Freude und Aufregung war unbeschreiblich – as you can see here:

 

fb sommer denise

reaktion onkomm
Denise lernte ich beim Onkomm Infotag kennen und wir haben den Kontakt gehalten. Jetzt sind wir Kommilitoninnen 🙂

 

Auch nach guten 5 Wochen Studium habe ich noch Momente, in denen ich nicht fassen kann, dass ich tatsächlich angenommen wurde!

In diesem Sinne bin ich unglaublich gespannt darauf, was uns alle in den nächsten Jahre erwartet. Auf eine lehrreiche, gute Zeit!

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15 Kommentare zu „Was ist eigentlich dieses Onkomm?

  1. Hey, viele Fremdwörter mit denen ich nix anfangen kann, aber die erklärst du ja bestimmt nach und nach noch. Ansonsten guter Schreibstil und jetzt brauch ich dich ja gar nicht mehr persönlich fragen, was und wie du so studierst 😉 funktioniert bei euch eigentlich auch mal was nur auf deutsch oder geht’s ohne Englisch gar nicht? Tipp: die Prinzen „speak deutsch with me“ ultra lustig 😜

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  2. Sehr schöner Blogbeitrag, man merkt total wie sehr du für den Studiengang brennst (ich bin auch mega ausgerastet als die Zusage kam! :D) Falls mich nochmal jemand fragt was ich eigentlich mache empfehle ich deinen Blog – gefällt mir vom Design auch super! 🙂 Freu mich auf die nächsten Beiträge!

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  3. Super gelungener Blogpos, vorallem erklärst du sehr gut kurz und knapp, was wir bei onkomm alles machen! Die Gestaltung deines Blogs finde ich auch sehr gelungen. Jetzt müssten wohl all deine Freunde und Familie wissen, was wir hier so machen 😀

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